Ganzheitliche Kieferorthopädie
 
 

Die ganzheitliche Kieferorthopädie definiert die für die Funktionskieferorthopädie - welche sich bis auf ROUX (1893) zurückführen lässt - wichtigen Begriffe: Funktion, funktioneller Reiz und funktionelle Anpassung in Bezug auf die Kaumuskulatur in Verbindung mit der funktionellen Einheit "Kauorgan".


Weiterhin fordert die ganzheitliche Kieferorthopädie die Integration des Grundprinzips der funktionellen Anpassung in alle orthodontischen sowie orthopädischen Maßnahmen (Stichwort: "ganzheitlicher Ansatz"), denn heute sind Zusammenhänge zwischen Kiefergelenks-, Haltungs-, Bewegungs-, Sprach- und Seh-Problemen wissenschaftlich erwiesen. Gerade aus diesem Grund empfiehlt sich oftmals eine ganzheitliche Betrachtungsweise.


Unsere kieferorthopädische Facharztpraxis trägt zu diesem ganzheitlichen Ansatz folgende Komponenten bei:


- Analyse des Wirkbereiches Mund-Kiefer-Gesicht

- Schädel-Kiefergelenk-Analyse

- Funktionsanalyse zur Analyse von Zahn- und Kieferverhältnissen

- Bionator-Behandlung

- Kiefergelenksschienen-Behandlung

- Sonstiges:

  Lehrauftrag an der IB Medizinischen Akademie für Logopädie, Ulm


Um den ganzheitlichen Ansatz zu komplettieren, arbeiten wir interdisziplinär auf einer partnerschaftlichen Ebene mit Osteopathen, Orthopäden, HNOs, Augenärzten, Logopäden, Physiotherapeuten und Ästhetikprofis zusammen.



Für die ganzheitliche Kieferorthopädie setzen wir den Bionator ein. Der Bionator verbindet die Funktionen: atmen, kauen und sprechen.

 

Der Bionator ist nicht nur ein bimaxilläres Gerät sondern darüber hinaus eine ganzheitliche Behandlungsmethode.


Der Bionator besteht aus einem festen Kunststoffkörper, welcher Monobloc genannt wird und im Ober- und Unterkiefer integriert ist. Da keine Befestigungs- oder aktiven Zusatzelemente vorhanden sind, wird der Bionator locker im Mund getragen, d.h. er wirkt rein passiv. Der Kiefer wird beim Zusammenbeißen durch den Bionator fixiert und auf diese Weise zu einer fixen und unbeweglichen Einheit. Um die Zähne zu bewegen, muss der Bionator "eingeschliffen" werden. Der Kunststoff wird dabei so abgeschliffen, dass der Zahn sich im weggeschliffenen Bereich bewegen kann. Der Kaudruck wird also gezielt auf einzelne Zähne gelenkt, anstatt diese durch Drähte und Federn zu bewegen. Über eine Beeinflussung der orofacialen Muskulatur kommt es zur Anpassung der Zahnreihen und des stomatognathen Systems. Grundvoraussetzung ist der Konstruktionsbiss, der eine bestimmte Relation von Unterkiefer zu Oberkiefer festlegt und als wichtigster Arbeitsschritt bei der Herstellung des Aktivators zu sehen ist