Frühbehandlung
 
 
Normalerweise findet eine kieferorthopädische Behandlung bei Jugendlichen im Alter von ca. 8 bis 15 Jahren statt, also in der späten Phase des Zahnwechsels zum Wechselgebiss.

Allerdings kann es durchaus notwendig sein, jüngere Kinder schon in der Milchgebiss-Phase oder Wechselgebiss-Frühphase - also bereits ab dem 5. Lebensjahr - einer kleinen kieferorthopädischen Frühbehandlung zu unterziehen.

Die kieferorthopädische Frühbehandlung ist sinnvoll, wenn das Kind schädliche myofunktionelle (muskel- und funktionell-bedingte) Angewohnheiten wie eine falsche Zungenstellung oder Zungenposition samt Mundatmung statt Nasenatmung aufweist oder falsch schluckt.

Diese Gegebenheiten sind oftmals die Basis für eine schlechte Kieferentwicklung sowie schief stehende Zähne.

Zur Korrektur der muskulären Fehlfunktion müssen Zungen-, Lippen- und Wangenmuskeln wieder in ein funktionelles Gleichgewicht gebracht werden.

Die Frühbehandlung startet mit einer ausführlichen Beratung unter Einbeziehung einer Funktionsanalyse.

Wenn für das Kind eine Frühbehandlung notwendig ist, wird ein patentierter Position Trainer eingesetzt.

Der Position Trainer ist eine Art elastisch, leichte Gummischiene, die für das Kind - primär Nachts - angenehm zu tragen ist.


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Bild: Position Trainer; verfügbar in verschiedenen Farben


Der Position Trainer bietet folgende Funktionen:

  - Er enthält ein Zahnführungssystem bestehend aus Zahnkanälen und
     Labialbögen; die Labialbögen üben leichten Druck auf die schief
     stehenden Zähne aus, um sie wieder "richtig" zu stellen

  - Myofunktioneller Effekt:
     Zungenlaschen positionieren die Zungenspitze korrekt und ein
     Zungenschild verhindert das Zungenpressen und zwingt das Kind
     dadurch zur Nasenatmung

  - Kieferpositionierung

Durch die Frühbehandlung werden die myofunktionalen Fehlfunktionen beseitigt, und eine ideale Grundlage für eine spätere kieferorthopädische Behandlung gelegt, d.h. es ergeben sich oftmals deutlich kürzere Behandlungszeiten und dadurch letztendlich geringere Gesamtkosten.